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Papyrus - Vorläufer des Papiers

Vom alten Ägypten bis heute avancierte Papier vom seltenen Luxusgut zum alltäglichen Wegwerfartikel - wenn es auch nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken ist. Und jeder weiß: Es stammt vom Papyrus ab.

Papyrus diente vor der Innovation als Brenn-, Geräte- und Bootsmaterial. Aus der Rinde flocht man Körbe, Schuhe und Matten. Die Allzweck-Pflanze diente als Heilmittel gegen Wunden und Geschwüre, die blühenden Dolden fanden sogar Beachtung als Blumensträuße.

Geburt

Die älteste entdeckte Rolle Papyrus entstammt einem Grab der 1. Dynastie (ca. 3032-2853). Zur Herstellung schälte man die Rinde von einzelnen Stäben und schnitt sie in schmale Streifen. Nachdem diese, in zwei Schichten quer übereinander gelegt, mit einem Tuch abgedeckt wurden, klopfte man sie glatt. So trockneten sie wenige Tage in der Sonne, bis sie mit einem Polierstein glatt gestrichen wurden.

Namensgebung

Der ursprüngliche Name des Papiers ist: pa-per-aa. “Pa” bedeutet “Besitz”, “per-aa” “Pharao”. Übersetzt heißt das zurecht “was dem Pharao gehört”, denn immerhin besaß dieser das Monopol zur Herstellung von Papier. Die Griechen nannten es “papure”, die Römer “cyperus papyrus”, die Deutschen nachzüglerisch “Papier”.

Erste Schritte

Nach Höhlenmalerei und Lehm-Inschriften war Papyrus eine bahnbrechende Innovation! Nicht nur der Name spricht für seinen Wert, sondern auch die Zeit: Über 4.000 Jahre lang war Papyrus unentbehrlich für die Verwaltung und die Außenpolitik, da der Transport - im Vergleich zu Steintafeln - viel leichter war. Aufgrund der Kostbarkeit schrieben die Ottonormalägypter wie Schüler und Handwerker weiterhin auf der “Ostraka”, einer Ton- oder Kalkscheibe.

Tod

Sein Aus hatte das Papyrus einem ganz bestimmten Umstand zu verdanken: es war zu teuer. Im Mittelalter wurde es durch billiges Zellstoffpapier aus Japan ersetzt. Da die Ägypter nun keine Verwendung mehr für die Pflanze hatten, wurde sie vor 200 Jahren von den Ufern des Nils entfernt.

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